Vaskulitis Forum
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Autor Thema: Arbeit oder Rente  (Gelesen 18804 mal)
Stine
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« am: April 24, 2012, 08:51:58 »

Liebe User,
mich würde interessieren, wer seit dem Ausbruch der Vaskulitis noch arbeitet und wie, bitte beantwortet die o.g. Fragen und dann könnt ihr gerne noch beschreiben, wie euer Arbeits-/Rentenalltag  aussieht, ob und wie ihr ihn bewältigt und was euch sonst noch dazu einfällt. Gerne würde ich auch noch wissen wollen, wie lange ihr nach der Ersterkrankung noch gearbeitet habt.

Danke für eure Mitarbeit
« Letzte Änderung: Mai 13, 2012, 23:42:05 von Stine » Gespeichert

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isis
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Freya- ich bin eine West-Highland Hündin


« Antworten #1 am: April 30, 2012, 17:22:22 »

Hallo Stine,

ich habe 2002 den ersten Vaskulitis Schub bekommen. Ich habe mich bei der Arbeit mit einem Pesterreger angesteckt. Mein Kollege hatt ihn sich im Krankenhaus geholt und er übergab sich nur zwei Tage, aber ich habe mich bei ihm mit dieser Yersinien-Infektion angesteckt und mit einer Yersinien-induzierten reaktiven Arthritis bis zu einem Jahr nicht mehr laufen können. Die Fuß- und Kniegelenke machen mir seit dem große Probleme. Ich habe keinen Halt mehr in den Fußgelenken. Knicke oft um und falle auch. Danach konnte ich immer nur noch zeitweise arbeiten und mit großen Problemen. Meistens kann ich nur noch am Wochenende für kurze Zeit arbeiten. EInmal in der Woche 2 bis 4 Stunden lang. Dazu die Probleme mit der Vaskulitis reichen mir eigentlich.

Isis
« Letzte Änderung: Mai 13, 2012, 23:43:08 von Stine » Gespeichert
Donna
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Diagnose: 06 / 2008 Wegenersche Granulomatose


« Antworten #2 am: April 30, 2012, 23:24:37 »

Hallo, Stine! Hallo, alle anderen! Grin Grin Grin Grin Grin

Ich bin seit 11/2011 verrentet bis 05/2013 - bekomme volle Erwerbsminderungsrente.

Habe MW seit 06 / 08 und war zunächst 18 Monate arbeitsunfähig.
Habe mit meinem Arbeitgeber (öffentlichen Dienst ) Arbeitszeitverkürzung auf eigenen Wunsch vereinbart.
Ich habe dann nur noch 12 Stunden / Woche gearbeitet, also 3 x 4 Stunden.
Das war auch für mich möglich.
Jedoch haben sich meine Arbeitsbedingungen stetig mehr verschlechtert, ich konnte meine Dialysezeiten kaum mehr genau einhalten und die körperliche Arbeit (Großküche) nahm zu, weil das Verständnis immer mehr nachließ.
Der psychische Druck nahm zu und meine Infektanfälligkeit auch.
Nach mehreren "krankschreibungen" im Frühjahr 2011 habe ich beschlossen, einen Rentenantrag zu stellen.
Der wurde zum 01.11.11 genehmigt.

Jetzt, nach meiner Transplantation, bin ich froh, eine längere Genesungszeit als andere zu haben.

Ich mache mir noch keine Gedanken, ob ich im nächsten Jahr wieder arbeiten gehen möchte oder kann.
Meine Arbeitstelle ist für mich jedoch keine Option mehr .... mein Arbeitgeber müsste mir schon etwas anderes anbieten, etwas, dass ich mit meinem Krankheitsbild vereinbaren kann.
Wenn nicht... schauen wir mal...!  Roll Eyes


Mein Rentenalltag ist geprägt davon Haushalt/Familie  und körperliches Wohlbefinden in Einklang zu bringen.
Ich bin nicht immer gleich gut drauf - will sagen, an manchen Tagen ackere ich wie ein Pferd, an manchen Tagen schaffe ich nur das allernötigste.
Ich habe aber gelernt, nicht mehr so streng mit mir selbst zu sein.
Das hilft mir, die Ballance zu halten.
Ich habe allerdings auch keine Schmerzen im herkömmlichen Sinn, sondern eher Erschöpfungszustände. Sad

Jutta

  
« Letzte Änderung: Mai 13, 2012, 23:43:23 von Stine » Gespeichert

carpe diem
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« Antworten #3 am: Mai 13, 2012, 20:55:42 »

Hallo Stine...
Seit 1996 habe ich MW und bin dann bis 2006 zum Bäcker arbeiten gegangen( 3x 3Std. in der Woche) . Rente bekomme ich seit letztem Jahr und bin froh darüber da ich jetzt auch Dialysepflichtig bin ( Bauchfelldialyse).
Zur Zeit arbeite ich Ehrenamtlich jeden Montag in einem Familienzentrum immer 3 Stunden. Ab und zu arbeite ich auch Mittwochnachmittags von 15-18 Uhr.
 Es ist dort sehr praktisch für mich, denn wenn es mir nicht gutgeht muß ich nicht arbeiten  Smiley
Alles andere laß ich auf mich zukommen.
« Letzte Änderung: Mai 13, 2012, 23:43:41 von Stine » Gespeichert

Liebe Grüße Birgit
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« Antworten #4 am: Mai 17, 2012, 21:18:38 »

Hallo,
ich arbeite noch voll wobei mir das wahrscheinlich nicht gut tut. Habe letztes Jahr innerhalb meiner Abteilung den Arbeitsplatz gewechselt von "normal" arbeiten ins Büro und sitzen, was schon eine sehr große Erleichterung ist. Obwohl mich das auch oft sehr schlaucht, besonders Montag/Dienstag nach MTX. Hab mir auch schon überlegt 3 Stunden arbeiten und den Rest Rente. Gibts da einen Rentenrechner oder sowas? Oder ist die EM Rente einheitlich und wie funktioniert das ganze?
Grüßli
wurzel
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Bonnie
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« Antworten #5 am: Mai 21, 2012, 22:56:28 »

Hallo,

nach etlichen Monaten Arbeitsunfähigkeit habe ich noch eine Reha gemacht und arbeite seither wieder Teilzeit in dem Umfang, den ich davor auch hatte. Ich habe allerdings deutlich Fahrt aus meinem beruflichen wie privaten Leben genommen, habe beruflich ein etwas anderes Aufgabengebiet mit weniger Druck und mehr freier Gestaltung, so ist es jetzt ganz gut machbar. In den Anfängen der Wiedereingliederung bin ich quasi nur 1-2-3 Std. arbeiten gegangen und dann habe ich mich zuhause hingelegt, früher habe ich durchgepowert. Privat läuft es jetzt auch etwas lockerer.

Viele Grüße,

Bonnie
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Ruth
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« Antworten #6 am: Oktober 26, 2012, 16:27:59 »

Hallo!
Ich habe seit 2002 das Churg-Strauss-Syndrom (CSS). Davor war ich 12 Jahre lang im Kindergarten als Aushilfe "geringfügig beschäftigt", wie es offiziell damals hiess. Da ich kräftemässig  diese Arbeit nicht mehr machen konnte, auch wegen dem ständigen Infektrisiko, bin ich daheim geblieben. Irgendwie war ich so beschäftigt damit, überhaupt wieder "Boden unter den Füssen" zu bekommen, dass ich mich um Rente o. ä. überhaupt nicht gekümmert habe. - Bis vor ein paar Jahren habe ich noch daheim meine Nachhilfeschüler gehabt. Inzwischen sind sie auch aus dem Schulalter rausgewachsen. - Mein Alltag ist gut ausgefüllt mit Familie und Haushalt und Hobbies.
Liebe Grüsse,
Ruth
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Stine
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« Antworten #7 am: November 16, 2012, 12:35:15 »

So, ich "schubse" das Thema mal wieder nach oben - ich habe dazu eine Umfrage im www.vaskulitis.org und in Facebook laufen ...

Arbeitet ihr oder seid ihr aufgrund des Wegeners berentet? Ich habe den Wegener mit 27 Jahren bekommen, mit 35 war ich durch den Wegener berentet ... inzwischen habe ich den "Knaben" seit 24 Jahren ... wie sieht es bei euch aus?  Danke schön.
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Polly
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« Antworten #8 am: Dezember 19, 2012, 09:59:37 »

Hallo,  nach einem Jahr Arbeitsunfähigkeit war ich noch mal in Reha und konnte August 2012 wieder starten. Allerdings arbeite ich viel weniger als vorher. Ich wollte eigentlich im Januar etwas aufstocken, habe das aber wieder abgesagt da es mir gerade schlechter geht und mich alles arg anstrengt.  Andererseits habe ich während der "Pause" schon was vermisst. Ich finde es manchmal schwierig alle Termine - Arbeit, Therapien, Arzttermine zu koodinieren.   Liebe Grüße Polly
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Wurzel (Engel)
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« Antworten #9 am: Dezember 19, 2012, 11:44:32 »

Hallo, ja die Terminhatz ist oft brutal. Arbeit, Termine und schließlich braucht man ja in unserem Fal auch dazwischen wieder Pausen um Kräfte zu sammeln. Meine Überlegungen zur Rente hab ich erstmal nach hinten geschoben. Denn obwohl mich das schon oft sehr schlaucht und nervt. Abgehen würde mir doch etwas. Solange es geht werd ich arbeiten, denn auch wenn ich zuhause einige Hobbies und so habe, kann ich mir jetzt nicht vorstellen in meinem Alter voll daheim zu bleiben. Mal sehen was die Zeit so bringt.
lg
wurzel
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« Antworten #10 am: Februar 10, 2016, 10:10:04 »

Ich hol mal den Thread wieder hoch. Nach langem überlegen, hin und her hab ich mich nun entschlossen mal die Docs vorsichtig abzuklopfen wegen Rente für mich. Wobei ich denke vom körperlichen alleine wird's nicht hinhauen, bin ja gesund! Grin Also wird ich meinen Psychodoc mit ins Bott holen. Dann bin ich halt von Amts wegen bescheuert. Mir egal. Wie ich letzte Woche zuhause war, dachte ich mir so ohne Schmerz ist das Leben gleich viel schöner. Da ein Teil der Schmerzen auch durch den Stress in der Arbeit hervorgerufen wird, muß ich halt was weglassen.
lg
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Stine
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« Antworten #11 am: Februar 10, 2016, 21:27:59 »

Das finde ich toll Wurzel, dass du dich dazu entschlossen hast. Du solltest in nächster Zeit wirklich auch zuhause bleiben wenn du Schmerzen hast oder sonst was und dann auch zum Doc gehen und dich krankschreiben lassen. Es bringt niemandem was, wenn du dich immer mit Schmerztabletten voll haust und dann zur Arbeit schleppst. Es wäre wirklich gut, wenn du den Kopf mal freikriegen könntest, dieses Thema ist doch schon lange im Raum - pack es endlich an ... nicht nur du profitierst davon auch deine Frau und deine Kinder haben mehr von dir, wenn du endlich diesen Druck mal weg hast. Pack es an, es wird bestimmt schwierig und ein langer Weg aber fang an ... und such dir auch einen anderen Rheumatologen, der weiß, daß einem auch Nebenwirkungen der Medikation zu schaffen machen können und bei dem du in besseren Händen bist als bei deinem "alten".
Auch Oskar würde sich freuen, wenn du mehr Zeit für ihn hättest Grin

Ich drücke dir die Daumen für dein Vorhaben ...schön, dass du es jetzt endlich anpacken möchtest.
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Liebe Grüsse Stine
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iti
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« Antworten #12 am: Februar 10, 2016, 22:36:34 »

Hallo Wurzel
Gut Wurzel. Das ist dran.
Habe in den letzten Tagen noch einig Male über den Chat vom Montag nachgedacht und hatte das Eindruck, dass deine Krankenkasse mit dem ablehnenden Bescheid über die Dauerverordnung von Physiotherapie dir damit auch einen Wink geben will Rente zu beantragen. Mach es so wie Stine schon geschrieben hat. Immer wieder zum Arzt, Krankschreibungen und ein neuer Rheumatologe. Lassen die vielen Schmerzmedikamente überhaupt eine Arbeit zu? Wie ist es z.B. mit deinen Reaktionen darunter?
Halte die Ohren steif und packe es an.
LG iti
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Ruth
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« Antworten #13 am: Februar 11, 2016, 17:52:39 »

Lieber Wurzel, auch ich wünsche dir viel Erfolg und einen langen Atem bei deinem Vorhaben!!
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Polly
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« Antworten #14 am: Februar 12, 2016, 07:51:50 »

Lieber Wurzel
da kann ich mich nur anschließen, pack es an!
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